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Schnee in Indonesien

Prof. Dr. E.P. Wieringa hat vor kurzem eine Kolumne geschrieben, die in der letzten Woche des Jahres 2017 in der renommierten indonesischen Wochenzeitung "Tempo" veröffentlicht wurde.


Jede Woche gibt es in "Tempo" die Rubrik "Bahasa!" (Sprache!) und er hat darin eine Neubildung der indonesischen Grammatik besprochen, nämlich das Verb "kesaljuan", d.h. eine ke- -an Konstruktion mit Basis "salju" oder Schnee, ähnlich wie kehujanan (Basis hujan oder Regen, d.h. "in den Regen geraten, nassgeregnet werden"). Schnee ist für Indonesier außergewöhnlich und das Wort "kesaljuan" hört sich deshalb merkwürdig an. Dr. Poppy Siahaan  (Indonesisch Dozentin des Orientalischen Seminars) hatte ihm von einem Workshop für Indonesischlektoren im November 2017 in Konstanz berichtet, wo es Konsens war, dass dieses Wort nicht richtig sei. Dahingegen argumentiert Prof. Wieringa, dass obwohl das Wort selten verwendet wird und nicht in den Wörterbüchern steht, es grammatisch nicht inkorrekt ist und außerdem zeigt, dass die indonesische Sprache flexibel ist und auch sehr gut für nicht-indonesische Sachen verwendet werden kann.


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