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Bibliothek der Max Freiherr von Oppenheim Stiftung

 

Die Max-Freiherr von Oppenheim Stiftung mit ihrer Bibliothek und Kunstsammlung geht auf ihren Begründer Baron Max Freiherr von Oppenheim (1860–1946) zurück, der Diplomat, Forschungsreisender, Archäologe, Ethnologe und Kunstsammler war... mehr

Zu seinen bedeutendsten Funden zählen Steinfiguren und Reliefplatten aus dem 9. Jhd. vor Chr. und prähistorische Buntkeramik aus dem 6.-5. Jhd. v. Chr. Die Funde teilte er sich mit der syrischen Regierung. Die ihm überlassene Hälfte wurde in seinem 1930 gegründeten Tell Halaf-Museum in Berlin untergebracht. Eng verbunden mit dem Museum war die Max-Freiherr von Oppenheim Stiftung, die er 1929 in Berlin gründete und die die Aufgabe eines Orient-Forschungs-Instituts übernahm.

Die Stiftung umfasste eine Bibliothek von 40.000 Bänden nebst einer umfangreichen Sammlung von islamischen Handschriften und Kunstgegenständen, die Oppenheim während seines Aufenthalts im Orient und im Kunsthandel zusammengetragen hatte. Tragischerweise fielen das Tell-Halaf-Museum sowie der größte Teil der Stiftungsbestände den Bombenangriffen am Ende des Zweiten Weltkriegs zum Opfer.

Dank des persönlichen Einsatzes von Prof. Dr. Werner Caskel und seiner Frau konnten nach dem Krieg die Reste der Bibliothek und der Sammlungen der Stiftung von Berlin nach Köln gerettet werden. Dort wurden sie im Orientalischen Seminar der Universität zu Köln untergebracht und Interessenten zugänglich gemacht. Die Eröffnungsfeier fand am 22. März 1950 statt. Die Stiftung verlegte ebenfalls ihren Sitz nach Köln.

Die Stiftung finanziert Neuzugänge aus den Bereichen Archäologie, Geographie, Kunst, Reisen und Völkerkunde für die Bibliothek. Die Bibliothek mit ihren alten und neuen Buchbeständen, den Handschriften sowie Gegenständen, die das Buch- und Schreibwesen betreffen, und einer Anzahl von Gemälden befindet sich bis heute im Orientalischen Seminar.